Mascha Alechina
Tage des Aufstands — Riot Days

Auf das Punk-Gebet folgt die Punk-Novelle. In dieser berichtet Alechina über ihren Auftritt in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale, die Hetzjagd danach, die Inhaftierung, den »sogenannten« Prozess und die Lagerhaft. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei Alechinas Kampf gegen die Erniedrigungsstrukturen der Strafkolonie Nr.  28 von Beresniki zu, von wo sie dann in die Strafkolonie Nr. 2 von Nischni Nowgorod versetzt wurde.

Aus dem Russischen von Maria Rajer

No. 9 | 292 Seiten mit zahlreichen s/w Abbildungen, Format 19 x 11,5 cm, englisch Broschur in Fadenheftung

ISBN 978-3-945867-09-9

EUR 25.00




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Mascha Alechina

geboren 1988 in Moskau. War aktives Mitglied von Pussy Riot und wurde nach dem Punk-Gebet in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale zusammen mit Nadja Tolokonnikowa zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt. Bis zu ihrer Festnahme studierte sie Journalismus und kreatives Schreiben in Moskau. Die Inhaftierung verbrachte Alechina in den Strafkolonien von Beresniki und Nischni Nowgorod. Seit ihrer Freilassung ist sie vor allem als politische Aktivistin tätig, u.a. ist sie Mitbegründerin des Online-Portals Mediazona. 2014 wurde ihr gemeinsam mit Juri Andruchwytsch und Nadja Tolokonnikowa der Hannah Arendt-Preisverliehen. 


Editionen zum Buch

 

 

Tage des Aufstands — Siebdruck
Maße 595 x 420 mm
Technik einfarbiger Golddruck
auf 300 g/m² Les Naturals®-Papier
Auflage 30
Nummeriert und signiert

€ 30.00 zzgl. Versand


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Marija Kiseleva & Artem Loskutov
Freiheit für Pussy Riot
T-Shirt der Marke Fruit of the Loom
Material Baumwolle
Größen S, M, L, XL
Technik Direktdruck
Auflage 100

€ 30.00 zzgl. Versand

Vergriffen


Pressestimmen

In ihrem Buch stilisiert sich Mascha Alechina zur feministischen Heldin, die gegen das brutale männlich geprägte System kämpft.
— Anne Kolick, Deutschlandfunk Kultur, Lesart
»Tage des Aufstandes«, auf Deutsch erschienen im Berliner Kleinverlag ciconia ciconia, unterscheidet sich grundlegend von der »Anleitung für eine Revolution«, die ihre glamourösere Mitstreiterin und Leidensgenossin Nadja Tolokonnikowa vor einem Jahr bei Hanser publizierte. Während Tolokonnikowa den Eindruck vermittelt, Revolution sei vor allem sexy und cool und mit Namen von Theoretikern wie Lacan, Derrida oder Kristeva um sich wirft, schildert Aljochina in plastischer, klarer Sprache, wie es sich anfühlt, vom staatlichen System zum körperlichen Objekt herabgewürdigt zu werden. Sie habe es als ihre Pflicht empfunden, sagt die zarte, mädchenhafte Frau, sich dem nicht zu unterwerfen.
— Kerstin Holm, FAZ
»Tage des Aufstands« heißt das Buch, das Mascha Alechina über ihre Inhaftierung geschrieben hat. Es ist die Grundlage für das Konzert, mit dem sie und ihre Gruppe nun durch die Welt reisen, um auf die schwierigen politischen Zustände in Russland hinzuweisen.
— hr info
Wie schon ihre Leidensgenossin hat nun auch Alyokhina ihre Erfahrungen in einem Buch verarbeitet und daraus wiederum die Konzert-Performance »Riot Days« (z.Dt. Tage des Aufstands) gemacht. Und die mischt Musik, Lesung und Film: Alyokhina trägt Teile des Buchs auf Russisch vor - und das in einem Tempo, als wolle sie einen Schnellsprechwettbewerb gewinnen.
— Sonja Fouraté, Hessenschau
Maria Alechina berichtet im Buch und auf der Bühne von ihren Kämpfen um Würde im Gefängnis; vom Protest gegen das Ausziehen für Leibesvisitation, gegen verschmutzte Matratzen und andere Schikanen für die gefangenen Frauen, denen sie etwa mit Hungerstreiks begegnete.
— Ludger Fittkau, Deutschlandfunk
Anarcho-feministisches Punk-Manifesto.
— Rüsselsheimer Echo
Maria Alyokhina hat heute ein anderes Ziel als noch 2012. Mit ihrer Show, die auf ihrem gerade erschienenen Buch basiert, will sie das Unrecht, das an den Strafgefangenen begangen wird, sichtbar machen. Sie will das System Putin beenden. Und sie will ihren ganz eigenen Beitrag dazu leisten.
— Sara Maria Behbehani, Stuttgarter Zeitung
Aljochinas Buch »Tage des Aufstands« kommt gerade frisch aus der Druckerpresse. Darin berichtet sie in kurzen Abschnitten, die sich abwechseln mit Tagebuchnotizen und Zitaten, über die Jahre zwischen Band-Gründung 2011 und Haftentlassung 2013. Über Polizei-Schikane und eine politische Justiz, Transporte und Straflager, Hungerstreiks und Einzelhaft, aber auch darüber, wie die Gruppe entstand und was sie bis heute antreibt.
— Hamburger Abendblatt
Am 21. Februar 2012 stürmen drei Frauen mit Sturmhauben die Moskauer Christus-Erlöser-Kathedrale und bereichern den Gottesdienst um ein sogenanntes Punkgebet, ein Rant against Putin. Mit Folgen: Marija Aljochina, Nadeshda Tolokonnikowa und Jekaterina Samuzewitsch werden zum Staatsfeind Nr. 1, Knast, Lager.
— Klaus Walter, taz
Der Hype um Pussy Riot war im Westen in erster Linie ein Abfeiern hübscher junger Frauen als Polit-Ikonen, eine Pop-Projektion. Erst jetzt zeigt sich, ob ihre Ästhetik und auch ihre Programmatik unter westlichen Bedingungen Bestand haben. Aber vielleicht diskutiert man das Problem so auch völlig falsch, weil man um den entscheidenden Punkt herumredet: Dass bei Pussy Riot die knallbunte, sehr geschickt kalkulierte Pop-Inszenierung auf eine brutale politische Realität trifft. Im Westen sind sie politische Popstars, in Russland aber potentielle Straflagerinsassen und Folteropfer.
— Juliane Liebert, Süddeutsche Zeitung
In ihrem Buch »Tage des Aufstands« erzählt Alekhina von dieser bemerkenswerten Geschichte in prägnanter und doch poetischer Sprache. Der Leser erfährt von den ersten Orga-Treffen in einer Moskauer Küche, bei denen die Frauen eifrig Sehschlitze in Strickmützen schnitten und übten, Plakate anzuzünden – es klappte in der Kirche allerdings nicht. Nach der Performance fuhr Alekhina in den Kindergarten, um ihren Sohn abzuholen.
— Lisa Berins, op-online.de
Mascha Alechina hat ihre Erlebnisse über die Jahre 2011 bis 2013 in ihrem ersten Buch beschrieben. Dieses Buch gibt persönliche Introspektion in die spektakuläre Aktion, die Sympathie bei Prominenten wie Madonna, Sting oder Paul McCartney fand.
— Natascha Pflaumbaum, Deutschlandfunk Kultur, Fazit