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Bücher & Meer

 

am Pier

 
 

Vladimir Sorokin, Yaroslav Schwarzstein
Das Buch der Opritschniks

Der Kreml als zuckerweiße, süße Droge, eine dunkel leuchtende Christus-Erlöser-Kathedrale, die Wände mit Märtyrer-Schmerzensbildern überzogen, windschnittige feuerrote Schlitten vor der Geheimdienstzentrale Lubjanka, Zechgelage und Banja-Szenen im Männerbund mit Folterspielchen… Das Buch der Opritschniks ist ein schillernder Hybrid, der wie ein altrussischer Cyberpunk-Comic gelesen werden kann.

 
 
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Petre Otskheli
In Flammen der Zeit.
Georgien, Theater, Moderne

Sowjetunion 1937. Der 30-jährige georgische Künstler Petre Otskheli wird verhaftet und unter einer konstruierten Anklage wegen Landesverrats hingerichtet. Trotz seines frühen Todes hat Otskheli mit seinem szenografischen Konstruktivismus die Film- und Theaterlandschaft der Avantgarde geprägt.

 
 

Nikolai Konstantinow
Ankunft einer Katze.
Geschichte und Theorie der ersten Computersimulation eines Lebewesens

Sputnik-Schock, Kalter Krieg, Sozrealismus. In den kybernetischen Laboren der Sowjetunion rattern die Rechenmaschinen und kalkulieren Landungen auf dem Mond — Ost und West liefern sich ein Wettrennen um die Raumfahrt. Zur gleichen Zeit entsteht Computerkunst, auf deren Grundideen auch heutige Computeranimationen basieren.

 
 
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H2SO4
Futurismus und Dada in Tiflis

1924 entzündete ein Magazin die Gemüter der Avantgarde. Die georgische Gruppe H2SO4 veröffentlichte ihre typografisch unikale Ausgabe, in der die Mitglieder der Gruppe ihr futuristisches Manifest, dadaistische Gedichte und politische Erklärungen verkündeten — mit der provokativen Botschaft: Wegsätzen der konventionellen Kunst!

 
 
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Tiberiy Szilvashi
Rembrandt-Zoom

»Kreativität als Lebensprinzip bezeichnet die Möglichkeit permanenter Revision des Bestehenden.« — Tiberiy Szilvashi ist ein bekannter Vertreter der modernen ukrainischen Kunst. Berüchtigt ist er nicht nur für seine malerischen monochromatischen Arbeiten, sondern auch für theoretische Texte.

 
 

Alexander Florensky
Georgian ABC

Wer nach Georgien reist, braucht dieses Buch. Ganz egal ob er das Land bereits kennt oder es zum ersten Mal entdecken möchte. Im Georgian ABC von Alexander Florensky sind nicht nur ganz persönliche Orte des Künstlers aufgelistet, sondern auch kleine Geschichten enthalten, durch die das scheinbar Fremde so vertraut vorkommt.

 
Die Bücher sind buchtechnisch sehr aufwendig gestaltet,
teures Papier, großartiger Druck ...
— Deutschlandfunk
 
 

in Sicht

 
 
 

Juri Norstein
Schnee im Gras

Durch das Prisma der persönlichen Erfahrung und seiner Biographie reflektiert der Autor über Poesie und Animationstechnologie, die für ihn unzertrennbar sind. Der erste Band enthält Texte, die der Phänomenologie der Bilder und den ersten Schritten der Animation gewidmet sind.

 
 

Alexander Kosolapov
Gewand der Ökonomie

Die Arbeit Kaviar-Ikone wurde 2005 während einer Gruppenausstellung in der Tretjakow-Galerie nach Beschwerden von religiösen Extremisten entfernt; bis heute ist das Bild in Russland verboten. 

 
 

Mode und Revolution

»Die zukunftsorientierten Künstler sind bereits auf dem Weg — vom Gemälde zum Stoff; und sie kehren nicht zurück. Das reicht aber nicht. Die ganze Masse der Künstler-Jugend muss begreifen, dass dieser Weg der einzig richtige ist.« Indem der Kulturkritiker und Futurist Ossip Brik im Jahr 1924 die Richtung der Avantgarde so angibt, proklamiert er damit auch eine Nähe zwischen Mode und Kunst, die bis dahin verpönt war.  

 
 

Georgi Gurjanow
Renaissance der Götter

Wie kaum ein anderer russischer Künstler hat Georgi Gurjanow ein Körperideal visualisiert und im Kontext mit den Sportlern der Antike sowie den eisigen Helden vieldeutige Kunstwerke geschaffen. Der Band ist die erste große und reich bebildernde Publikation.

 

Pasha 183
Zeitlichkeit des Raums

Trotz seines kurzen Lebens hat der russische Streetart-Künstler Pasha 183 ein vielseitiges Œuvre hinterlassen. Dabei hat er neue Sichtweisen auf Alltägliches geschaffen. Neben seinen Graffitis und Leinwandarbeiten, stehen vor allem seine Installationen im Fokus des Buches.

 
 

Artjom Loskutov
* * *  in Russland verboten. Monstrationen

In seiner sibirischen Heimatstadt Nowosibirsk organisiert Artjom Loskutov bereits seit 2004 Kundgebungen, die sich immer an die am 1. Mai stattfindenden Demonstrationen anschließen. Das Ziel der teilnehmenden »Monstranten« ist es, mittels absurd, konzeptuell und poetisch angelegter Transparente eine Kunstkommunikation im öffentlichen Raum herzustellen.

 
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